Die Fahrt
Diesmal fanden nicht allzu viele den Weg an den Niederrhein. Anfangs der Woche war die Zahl der Interessenten für diese Fahrt wesentlich höher als am Spieltag selber. Trotz allem begaben sich ein Auto und zwei Fans mit dem Zug auf den Weg nach Gladbach. Bei der Anreise spielte das Wetter mit und Sonnenschein begleitete uns auf dem Weg. Allerdings hatte es auf der A61 sehr viele holländische Verkehrsteilnehmer. Man konnte fast meinen, man sei Richtung Gotthard unterwegs.

Das Spiel
Die ersten 6 Minuten des Spiels erinnerten an das Mittwochspiel in München. Die Dreier- Abwehrreihe kam gegen die pressenden Gladbachern ziemlich unter die Räder. Raffael hatte in dieser Zeit die zwei ersten sehr gefährlichen Abschlüsse in der 1. und 4. Minute auf dem Fuss. Und Sie machten weiter Druck. In der 10. Minute erzielte Johnson das vermeintliche 1:0, doch aufgrund der Abseitsstellung zählte es korrekterweise nicht. Nach 15 Minuten fingen sich unsere Königsblauen und es gab eine zwischenzeitliche Feldüberlegenheit. Doch Kapital daraus schlugen sie nicht. So
startete Gladbach seine blitzschnellen Konter. Diesmal wurde Herrmann von Jantschke bedient. Unbedrängt konnte dieser in die Mitte flanken, wo Johnson in der 28. Minute zum 1:0 einschob. Begünstigt wurde dieses Tor auch von den Abstimmungsproblemen von Schöpf und Höwedes. Doch Schalke liess den Kopf nicht hängen und spielte weiter nach vorne. Kurz vor der Pause in der 38. Minute foulte Kramer unseren Thilo Kehrer im Gladbacher Strafraum mittels Halten. Der Penalty verwandelte Bentaleb sicher. Leider zeigten sich die Gladbach nur kurz geschockt, denn der Freistoss von Raffael in der 40.Minute verpasste sein Ziel nur um Zentimeter und der starke Johnson verpassten die Pausenführung in der 42. Minute nur knapp.

Nach dem Seitenwechsel zeichnete sich ein viel besseres Bild ab, das mehr königsblaue Farbe enthielt. Die erste Chance ging auf Burgstallers Konto in der 47.Minute. Doch auf der anderen Seite parierte Ralf Fährmann von Stindl in der 53.Minute.Die Zweikämpfe wurden immer intensiver, trotz den hohen Belastungen in den vergangenen Wochen und bei tief schweren Terrain, weil es seit Anpfiff ununterbrochen regnete. Stindl scheiterte in der 62. Minute erneut an Fährmann. Durch die blitzschnellen Gegenangriffe Gladbachs fielen die Tore dann fast wie am laufenden Band. Nach einem Angriff stand es in der 64. Minute zunächst 2:1, dann in der 67. Minute 3:1. Geschockt und ohne Reaktion unseres Trainers ging das Elend weiter. In der 76. Minute überrannte Strobl seinen Gegenspieler Kehrer, der eine gute Partie spielte, und legte für den vollkommen freien Raffael vor, der zum 4:1 einschob. Endlich reagierte auch mal der Trainer und bracht mit zwei neuen Spielern frischen Wind ins Geschehen. Eine kleine Hoffnung mit dem Anschlusstreffer von Goretzka per Kopf in der 82. Minute zum 2:4. Es blieb dabei. Di Santo hätte in der 90.Minute noch das 4:3 auf dem Fuss gehabt. Doch seine Schwalbe durchschaute der Schiedsrichter.

Kommentar zum Spiel
Unsere Schalker boten den Gladbachern nicht wirklich die Stirn. Doch im Gegensatz zum Bayernspiel spielte man wieder Fussball und kämpfte so gut es ging. Leider ist der Trainer der einzige, der nicht merkt, dass es mit der 3er Abwehrkette bei Schalke nicht funktioniert. Die Gladbacher waren phasenweise am Drücker. Doch von Schalkes Seitenlinie passierte gar nichts. Keine Reaktion neben, wie auch auf dem Platz. Nur eine überforderte 3er Abwehrkette, die immer wieder überrumpelt wurde. Leider kam eine erste Reaktion mittels zwei Auswechslungen erst 5 Minuten nachdem man bereits 4:1 hinten lag. So kann natürlich auf keine Art und Weise auf das Spielgeschehen pro aktiv eingegangen werden und man ist so dem Gegner umso mehr ausgeliefert, wenn die eigene Chancenauswertung auch zu wünschen übrig lässt.

 

Borussia Monchengladbach – Schalke 4:2 (1:1)

Borussia-Park:  54014 Zuschauer (ausverkauft)
Schiedsrichter: Manuel Gräfe

Tore:
28. Min. 1:0 Johnson
38. Min. 1:1 Bentaleb
64. Min. 2:1 Johnson
67. Min. 3:1 Wendt
76. Min. 4:1 Raffael
82. Min. 4:2 Goretzka

Borussia Monchengladbach:
Sommer, Jantschke, Christensen (81’ Kolodziejczak), Vestergaard, Wendt, Kramer (46’ Strobl), Dahoud, Herrmann (65’Hofmann), Johnson, Stindl, Raffael,

Schalke:
Fährmann, Höwedes, Badstuber (85‘ Konopljanka), Nastasić, Stambouli, Schöpf, Goretzka, Bentaleb, Kehrer, Caligiuri (72’Huntelaar), Burgstaller (71‘Di Santo),


Verwarnungen: (
alle Schalke)
18. Min. Nastasić
85. Min. Kehrer
88. Min. Huntelaar
90-Min. Di Santo

Gelb-Rot: Keine

 

 

Mozart / 654